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Psychosomatische EnergetikÔ
Wege aus dem
Stimmungstief
Dr.med.
Edeltraud Rau, Stuttgart
Die Tage werden
kürzer, das Wetter schlechter, und spätestens, wenn Nebel die Landschaft
in ein graues, düsteres Nichts verwandelt, schwindet die gute Laune.
Doch mit der richtigen Energie ist man depressiven Verstimmungen nicht
hilflos ausgeliefert...
Diese ewige Nebelsuppe macht mich ganz depressiv." Wie oft hört man
in der trüben Jahreszeit diesen Satz! Doch jeder meint mit dieser
Aussage etwas anderes: Der eine versteht darunter jene nachdenkliche,
melancholische, vielleicht auch gedrückte Stimmung, die natürlicher Teil
des Auf und Ab im täglichen Lebens ist. Man ist traurig nach
Verlusterlebnissen, fühlt sich schlecht, weil im Beruf oder in der
Familie alles nicht so klappt, wie es soll, hat hormonbedingt in den
Wechseljahren oder in der Pubertät extreme Stimmungsschwankungen. Doch
bei manch einem, der ständig müde, gestresst oder
schnell reizbar ist, der unter
Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit leidet, steckt mehr dahinter. Er
hat eine Depression, eine ernsthafte, nicht selten auch
lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich viele Betroffene innerlich
wie versteinert und in tiefer Hoffnungslosigkeit gefangen erleben.
Wieder andere - vor allem im Norden, wo die Tage noch kürzer und die
dunkle Zeit noch länger ist - leiden in den Wintermonaten unter einer
speziellen depressiven Erkrankung, die SAD (saisonal abhängige
Depression) genannt wird und immer zur gleichen Zeit, meist im Herbst
und Winter, auftritt.
Volkskrankheit Depression
Depressionen kommen gar nicht so selten vor, wie man vielleicht
vermuten könnte: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass
bereits im Jahr 2020 das Gemütsleiden gleich hinter
Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Spitze der Krankheitsbilder stehen
wird. Schon jetzt diagnostizieren die Hausärzte bei jedem fünften bis
sechsten Patienten - jährlich immerhin etwa vier Millionen Menschen in
Deutschland - leichte bis mittelschwere Depressionen, bei jedem 20. bis
50. gar eine schwere oder chronische Depression, aus der man sich ohne
professionelle Hilfe kaum befreien kann. Zur Behandlung - vor allem der
leichteren bis mittleren Varianten - gibt es eine Reihe
naturheilkundlicher Therapien, die den Betroffenen helfen können, die
Erkrankung rascher zu überwinden. Die Spanne der Möglichkeiten reicht
dabei von verschiedenen Bewegungstherapien über den Einsatz von Licht
bis hin zu Entspannungs- und Meditationsübungen, von
Ernährungsempfehlungen bis hin zur Behandlungen mit homöopathischen
Mitteln. So unterschiedlich diese Maßnahmen auch auf den ersten Blick
erscheinen mögen, sie haben doch eine Gemeinsamkeit: Alle beeinflussen
den En ergiehaushalt unseres
Organismus und wirken somit auf den Menschen in seiner Ganzheit aus
Körper, Seele und Geist.
Alles eine Frage des Energieflusses
Stellen Sie sich einen Fluss vor, der durch sein Bett fließt. Er
umströmt Steine, rauscht über Stromschnellen, plätschert mehr oder
weniger schnell dahin. Scheinbar unaufhaltsam fließt das Wasser voran,
bildet Seitenarme aus, die immer wieder zusammenkommen, und sucht sich
kraftvoll seinen Weg zum Meer. Plötzlich rumpeln
Steine vom Berghang in den Fluss. Kleineren
Felsbrocken auszuweichen ist für das Wasser kein Problem, auch wenn sich
manchmal hinter den Steinen stille Tümpel oder wilde Strudel ausbilden.
Ist der Bergrutsch aber zu groß, blockieren Geröll und Baumstämme den
Lauf des Flusses. Oberhalb beginnt sich das Wasser zu stauen, unterhalb
wird der Wasserstrom deutlich kleiner, kann gar ganz zum Versiegen
kommen. Manchmal, vor allem nach starkem Regen, ist die Kraft des
Wassers groß genug, die Hindernisse selbst aus dem Weg zu räumen, die
Baumstämme mitzureißen und die Blockade zu lösen. Oft aber reicht sie
nicht aus, ist Hilfe von außen nötig, um den Weg wieder frei zu räumen.
So oder so ähnlich kann man sich den Energiefluss im Körper vorstellen.
Eine
mühsame Suche beginnt
Fast jeder von uns trägt „Energievampire" mit sich herum, ohne von ihnen
zu wissen. Manch einer ist elektrosensibel und leidet, wenn das Bett
über Wasseradern steht oder in seiner Nähe mobil telefoniert wird; bei
manch anderem bremsen körperliche oder seelische Narben den ungestörten
Energiefluss. Und genau diese Störfaktoren gilt es herauszufinden und zu
beseitigen. Denn die unbewältigten „Altlasten" saugen viele Menschen -
energetisch gesehen - geradezu aus. Sie binden Energie und spalten, wie
die Psychologie sagt, Seelenanteile ab, die erst mühsam wieder ins Leben
integriert werden müssen. Ein schwieriger Prozess, der oft nur mit Hilfe
von Ärzten und Psychotherapeuten möglich ist.
Wie eine solche Suche und Therapie in einer naturheilkundlichen
Arztpraxis aussehen kann, lässt sich sehr gut am Beispiel der
„Psychosomatischen Energetik" (PSE nach Dr Banis) erläutern, einer
Methode, die Erkenntnisse der fernöstlichen Energiemedizin und der
Homöopathie mit modernem wissenschaftlichem Denken kombiniert.
Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch setzt der Therapeut den
Patienten über ein Testgerät bestimmten Frequenzen aus, die in ihrem
Frequenzmuster den Frequenzen des menschlichen Gehirns entsprechen. So
kann er kleinste Verschiebungen im Energiekraftfeld des Patienten messen
und ermitteln, in welchem Energiezentrum (Chakra) aktuell Energie fehlt
und welcher seelische Konflikt für diesen Energieverlust verantwortlich
sein könnte. Versteckte seelische Probleme stören nämlich die Funktionen
des vegetativen Nervensystems, also jene „automatische" Steuereinheit,
die wir mit unserem Willen nicht beeinflussen können. Verschiedene
vegetative Geflechte, Energiezentren oder Chakren genannt, haben jeweils
die „Oberhoheit" über bestimmte Körperabschnitte und regeln neben
bestimmten Organen auch genau definierte seelische und geistige
Bereiche. Altbekannte Sprichworte wie „Dem ist eine Laus über die Leber
gelaufen", „Ich habe eine Mordswut im Bauch" oder „Mir bricht das Herz
vor Kummer" veranschaulichen das untrennbare Verhältnis zwischen Körper
und Seele. Sobald man weiß, welche möglicherweise längst vergessenen
Vorkommnisse dem Patienten „auf der Seele liegen", kann ein Arzt die
Blockade mit einer gezielten Therapie - beispielsweise mit
homöopathischen Komplexmitteln, Gesprächen oder Kinesiologie - lösen.
Leider liegt Energiemedizin an der Grenze zum esoterischen Graubereich,
wo nicht immer ganz klar ist, was da eigentlich strömt oder stagniert.
Umso mehr sollten Patienten darauf achten, wem sie sich anvertrauen. Es
ist verdächtig, wenn ein Therapeut kaum die Krankengeschichte erfragt
und sich dann nur auf die Aussage einer Maschine verlässt. Denn jede
Interpretation des Befundes ist sowohl abhängig vom Können und der
Erfahrung des Anwenders als auch von den biographischen
Heilungshindernissen und Lebensstationen des Patienten. Oft können nur
Ärzte die Ergebnisse in die medizinischen Zusammenhänge einordnen.
Heilen mit Schwung
Davon ausgehend, dass jede Materie, jeder Stein, jede Pflanze und
jeder Mensch ein energetisches Gebilde ist, kann man durch „Zuführen von
Energie" individuelle Energieblockaden lösen. Rhythmische Bewegungen
beispielsweise erreichen selbst tiefste Zellstrukturen und helfen, dem
Leben wieder den richtigen Schwung zu geben. Denn über den Rhythmus
stellt der Körper seine Einheit wieder her, ordnet sich neu und lädt
sich mit Energie auf. Singen beispielsweise - allein, zu mehreren oder
in einem Chor - reichert den Sänger durch rhythmisches Atemholen
energetisch an. Ordnend hingegen wirken gezielte Behandlungen in Form
von Heileurythmie, Tanz-, Klang oder Musiktherapie, aber auch wildes
Tanzen und Trommeln. Selbst einfaches joggen führt Energie zu bzw.
reaktiviert blockierte Energie. Denn Bewegung fördert die Wahrnehmung
des eigenen Körpers und hilft, wie Studien belegen, dadurch auch bei
Depressionen. Gibt man dem Körper die fehlende Energie zurück, ist es
nur eine Frage der Zeit, bis dessen Selbstregulierungskräfte wieder
einsetzen. Dann kann sich unser Organismus durch eigene Kraft in einen
geordneten energieströmenden Zustand zurückversetzen, er kann heilen.
Der Fluss unserer Lebensenergie ist - um zum Bild des Flusses
zurückzukehren - nicht mehr durch störende Felsbrocken behindert. Die
Fließgeschwindigkeit des Wassers hat sich durch den „Energieregen"
erhöht und hat nun genug Kraft, die Blockaden aufzulösen./gvu
aus: Natürlich
gesund und munter, Dezember 2008 - Januar 2009Ostfildern/Kemnat
www.ngum.de
Anschrift der Autorin: Frau Dr. med. Edeltraud Rau
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Homöopathie, Naturheilverfahren,
Anthroposophische Medizin
Kirchheimer Strasse 71
DE-70619 Stuttgart
Telefon: 0711 - 47 46 29
Fax: 0711 - 47 93 122
E-Mail: EdeltraudRau@web.de
Webseite: www.homoeopathie-dr-med-rau.de
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