Die Psychosomatische Energetik* – ein neuer Baustein der Medizin?
von Rebecca Kunz (Journalistin)
Dr.med.Reimar Banis ist seit 18 Jahren niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin, hat vorher die Heilpraktikerprüfung absolviert und ist ausgebildet in diversen alternativ-medizinischen Bereichen. Er entwickelte in den neunziger Jahren die Psychosomatische Energetik, ein neuartiges energiemedizinisches Verfahren. Zusammen mit einem Physiker konstruierte er ein Gerät zur feinstofflichen Energiemessung, das Reba-Testgerät.
Dr.med.Ulrike Banis ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, hatte chirurgische und gynäkologische Schwerpunkte, zudem ist sie ausgebildet in mehreren Naturheilverfahren. Weiter ist sie auf Geopathien*, d.h. auf die Wirkung von Erdstrahlen spezialisiert.
Seit etlichen Jahren beschäftigen sich Ulrike und Reimar Banis intensiv mit der Psychosomatischen Energetik und bilden darin auch Therapeutinnen und Therapeuten im In- und Ausland aus.
Die Psychosomatische Energetik (PSE) plädiert für eine neue Sicht von Krankheit und Heilung: Nach den Theorien der PSE durchströmt den Körper eine feinstoffliche Lebensenergie. Ausgangspunkt der Überlegung ist, dass viele chronische Krankheiten durch verborgene, ungelöste seelische Konflikte verursacht werden, die wiederum zu Energieblockaden führen können. Diese Blockaden gilt es nun mit dem sog. Rebatest-Gerät zu orten und dann mit spezifischen homöopathischen Tropfen zu behandeln.
Rébecca Kunz traf die beiden deutschen Ärzte in ihrer Praxis zu einem Gespräch.
Wie funktioniert das Reba-Testgerät?
RB: Das Reba-Testgerät hat ein befreundeter Physiker (siehe nebenstehendes Foto vom Biophysiker Dieter Jossner) gemäss meinen Wünschen für mich gebaut. Mit dem Gerät soll die feinstoffliche Energie eines Menschen gemessen werden. Die Maschine sendet ein Gemisch unterschiedlicher Frequenzen aus und diese erzeugen eine Art Rauschen. Dieses Rauschen wird in Beziehung zu den Frequenzen der Hirnwellen gesetzt; diese reagieren, so die Theorien der Psychosomatischen Energetik, wenn man besonders viel davon bekommt, mit Stress.
Man fügt also einem mit der Maschine verbundenen Patienten immer mehr Frequenzen zu in der Erwartung, dass er eine körperliche Stressreaktion zeigt. Das läuft für den Patienten völlig unbewusst ab - die Messung tut also nicht etwa weh; auch kann sie vom Patienten nicht manipuliert werden.
Die Psychosomatische Energetik geht davon aus, je mehr Frequenzen ein Mensch ohne Reaktion aushält, desto gesünder ist er bzw. ein kranker Mensch zeigt schneller eine Stressreaktion.
Heisst denn Gesundheit auch Stresstoleranz?
RB: Ja, die Theorie der Psychosomatischen Energetik laut, von der Stresstoleranz kann man auf den Gesundheitszustand schließen.
Sensible Menschen können je nach dem nicht viel Stress aushalten - oft hört man das Argument: ach, diese verschiedenen Schwingungen abends im Einkaufszentrum, das ist nichts für mich...
UB: Das sind zwei unterschiedliche Dinge, wobei man natürlich interessante Beziehungen zueinander herstellen kann. Die Psychosomatische Energetik erklärt das so: die Sensibilität eines Menschen ist die eine Sache; wenn aber dieser gleiche sensible Mensch einen guten Energiezustand hat, dann kann er Stressoren von aussen besser handhaben und besser regulieren, - wenn er aber in einem niedrigen und schlechten Energiezustand ist, dann geht ihm vieles auf die Nerven, d.h. es stört ihn und vermindert seine Energie zusätzlich.
Allgemein gilt demnach: wenn man sich energetisch in einem guten Zustand befindet, fällt man weniger aus der eigenen Balance und bleibt besser in der Harmonie.
Eigentlich eine sehr wünschbare Kombination: sensibel und gleichzeitig robust. Das soll - nach den Theorien der Psychosomatischen Energetik - am ehesten möglich sein, wenn wir unsere inneren Konflikte zu einem grossen Teil aufgelöst haben. Da setzt das Rebatest-Gerät und Ihre Behandlung mit Homöopathika an. Wie ist jetzt das konkrete Vorgehen?
RB: Schon im alten Indien haben meditierende Menschen angenommen, dass die Menschen ein feinstoffliches Feld um sich herum haben, die sog. Aura. Dieses Kraft- bzw. Energiefeld könnte man vergleichen mit der Computer-Software. Wir gehen davon aus, dass es informellen und funktionellen Charakter hat, also dafür sorgt, dass der Körper die richtige Schwingung bekommt und dadurch auch die richtige Funktionsweise. In der menschlichen Aura unterscheiden wir vier Haupt-Ebenen, die mit unterschiedlichen Funktionen und Qualitäten zu tun haben.
UB: Von körpernah nach aussen:
Die Vital-Ebene hat damit zu tun wie gesund man im körperlichen Sinne ist, wie gut man den Alltag kräftemässig bewältigen kann, ob man sich fit fühlt.
Die Emotional-Ebene hängt mit der empathisch-seelischen Schwingungsfähigkeit zusammen, also unter anderem mit der Einfühlungsfähigkeit für sich und für andere.
Die Mental-Ebene sagt etwas aus über die Alltagstauglichkeit, d.h. mit dem Vermögen, sich sicher über die Strasse zu bewegen, sich zu erinnern, wo man was hingelegt hat etc.
Die Kausal-Ebene hat etwas mit den höheren Schwingungen zu tun, z.B. ob man auf die innere Stimme hören kann bzw. sie überhaupt wahr nehmen kann. Im übertragenen Sinne könnte man auch sagen, dass die Kausal-Ebene etwas über die Kontaktfähigkeit mit dem eigenen Schutzengel aussagt.
Und jetzt soll also die Energiestärke dieser Auraschichten gemessen werden - indirekt über die Stresstoleranz der verschiedenen Hirnströme?
RB: Ja, wir vergleichen es mit einer energetischen “Blutdruck“-Messung. Wir messen also diese vier Werte und ziehen dann daraus Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Patienten. Die Werte wiederum setzen wir in Beziehung zu gewissen Krankheiten, sei das auf körperlicher oder seelischer Ebene.
UB: In Abhängigkeit von diesen Aura-Schichten unterscheiden wir in der Psychosomatischen Energetik sieben Haupt-Energiezentren im menschlichen Körper, die sog. Chakren. Wir setzen dann kleine Test-Ampullen ein, die homöopathische Mischungen enthalten, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen , in welchem Segment des Körpers, d.h. in welchem Chakra nun eine Energieblockade vorliegt. Das ist wie eine Vorwahl, denn wir ordnen jedem Chakra bestimmte Organe bzw. Hormondrüsen und vegetative Zentren zu. Dann kann man weiter suchen und sich fragen, warum jetzt dieses Chakra gerade nicht funktioniert. Hinter einer solchen Blockade diagnostizieren wir meistens ein seelisches Trauma und versuchen, uns mit weiteren Testampullen immer genauer an das Konfliktthema anzunähern und es dann zu benennen.
Es kommen also nicht Menschen mit einer Bänderzerrung oder mit Husten zu Ihnen in die Praxis...
RB: Nein, heute kommen zu uns nicht mehr die üblichen Patienten einer allgemeinärztlichen Durchschnittspraxis. Lange Jahre haben wir Menschen mit allen möglichen Krankheiten behandelt. Seit einigen Jahren spezialisieren wir uns jedoch auf chronische Fälle und vegetative Störungen, d.h. es kommen Menschen zu uns, die sich jahrelang schlecht fühlen und bei denen niemand eine Ursache findet. Oder Menschen mit einer definierten schweren Krankheit, die zusätzlich noch etwas machen wollen für sich; auch haben wir immer wieder Kinder mit Entwicklungsstörungen in Behandlung.
Sie sind also für sehr wenige die erste Instanz...
RB: ...häufig die letzte. Viele unserer Patienten haben schon sehr vieles hinter sich und hoffen auf Heilung.
Das ist ein sehr hoher Anspruch an Sie, wie gehen Sie damit um?
UB: Wenn jemand kommt und sagt: machen Sie mich gesund, dann sage ich: noch nie habe ich jemanden gesund gemacht. Jeder Mensch trägt ein Programm für Gesundheit in sich, und dieses gilt es wieder zu entdecken und darin wird der eigene innere Heiler behilflich sein. Ich bin nur eine Art „Müllfrau“, die versucht, bestimmte Blockaden aus dem Weg zu räumen. Vielleicht gebe ich noch die richtige Schaufel an die Hand und dann darf sich der Patient selbst in Bewegung setzen.
RB: Eigentlich ist es sehr einfach. Die Formel der Psychosomatischen Energetik lautet: wenn die Energie gut fliesst, fühlt man sich gut.
UB: Für mich ist es in erster Linie spannend, wenn jemand kommt und sagt: es geht mir schlecht, aber die Schulmedizin sagt, ich habe nichts. - Ich weiss, dass diese Menschen wirklich leiden; denn wer hat schon Spass daran, als Simulant durchs Leben zu gehen?
Wenn der Patient dann endlich versteht, was ihm fehlt, dann hat er schon einen Teil der Werkzeuge für die Gesundung in seiner Hand.
Das hört sich alles ziemlich fantastisch an.... man bekommt dann ein paar massgeschneiderte homöopathische Tropfen, und so schmelzen diese manchmal uralten Konflikte einfach so weg...
UB: Natürlich liegt es immer am Einzelnen, wie weit er auf diesem Weg zu gehen bereit ist und diese neuen Gedanken und neuen Verhaltensweisen auch in sich installieren möchte. Wir können also in den seltensten Fällen den inneren Widerstand einfach überspringen. Die letzte Instanz, die entscheidet, ob Heilung geschehen darf oder nicht, ist immer der Patient und seine Seele.
In der Psychosomatischen Energetik heisst es, nach der Behandlung beginnt das wahre Leben und die Arbeit fängt erst richtig an“
RB: Die Theorien der Psychosomatischen Energetik besagen, dass die Menschen, die sich energetisch im Gleichgewicht befinden, ihre Probleme kraftvoll und mehr aus ihrer Mitte heraus lösen. Es geht also nicht etwa darum, dass ich die Eheprobleme eines Patienten löse, sondern der Patient übernimmt nun mehr Verantwortung für sein eigenens Handeln - was dann oft gar nicht mehr so schwierig ist.
Wo sehen Sie die Grenzen der Psychosomatischen Energetik?
RB: Natürlich gibt es Menschen, die so neurotisch sind, dass ihnen vorrangig eine Psychotherapie anzuraten ist. Wir sehen die Psychosomatische Energetik auch nicht als Ersatz aller anderen Therapien, sondern oftmals als Ergänzung zu anderen Therapieformen.
UB: Es gibt natürlich auch ganz festgelegte Grenzen: sicher behandeln wir keine akute Erkrankung energetisch; es wäre vermessen, einen Menschen mit Herzinfarkt oder einem anderen organischen Leiden, der operiert werden muss, energetisch behandeln zu wollen. Doch setzen wir die Psychosomatische Energetik oftmals nach Ueberwindung der akuten Krise ein und fragen, was wir additiv beitragen können.
Haben Sie einen Wunsch, eine Vision in Bezug auf Ihre Arbeit?
UB: Ich wünsche mir, dass eines nicht allzu fernen Tages die Kinder nicht nur die obligatorischen schulärztlichen Untersuchungen bekommen würden wie bisher, sondern dass bei allen zusätzlich auch ein Energiecheck gemacht wird.
RB: Mein Wunsch ist es, dass die energetischen Gesetze in der Medizin mehr beachtet werden und besser erkannt wird, welche Ordnungen dahinter stehen. Dementsprechend bekäme die Energiemedizin den Platz, der ihr zugesteht - als sinnvolle und nötige Ergänzung zur jetzigen Schulmedizin.



